Staatskanzlei: Gesundheitsministerin Melanie Huml stellt dem Ministerrat Gutachten zur Krankenkassen-Finanzierung vor

Staatskanzlei: Gesundheitsministerin Melanie Huml stellt dem Ministerrat Gutachten zur Krankenkassen-Finanzierung vor

28. Juni 2016 by Klaus Kohnen

„Bayern muss endlich entlastet werden / Brauchen Regionalkomponente, damit Geld der bayerischen Beitragszahler stärker dem bayerischen Gesundheitssystem zugutekommt“

Gesundheitsministerin Melanie Huml hat dem Kabinett ein neues Gutachten vorgestellt, das ihre Forderung nach Korrekturen am System der Krankenkassen-Finanzierung in Deutschland unterstützt. Huml betonte am Dienstag:

Bayerische Beitragszahler müssen endlich entlastet werden! Das Gutachten belegt, dass es Benachteiligungen für die in Hochlohn- und Hochpreisregionen wie Bayern tätigen Krankenkassen und deren Versicherte gibt. Deshalb ist es wichtig, für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen. Wir brauchen deshalb eine Regionalkomponente, damit das Geld der bayerischen Beitragszahler stärker dem bayerischen Gesundheitssystem zugutekommt.“

Huml hatte das Gutachten erstmalig am vergangenen Donnerstag bei einer Fachveranstaltung in Berlin präsentiert.

Die Ministerin erläuterte: „In Deutschland unterscheiden sich die Kosten für Gesundheitsleistungen je nach Region enorm. Obwohl die Krankenkassen hierauf keinen Einfluss haben, gleicht der Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) diese Kostenunterschiede bisher nicht aus. Die Folge ist, dass die im Westen tätigen regionalen Krankenkassen in diesem Jahr in aller Regel höhere Zusatzbeiträge erheben als die im Osten. Es ist offensichtlich, dass die Kosten für Gesundheitsleistungen nicht bundeseinheitlich sind. Deutliche regionale Unterschiede bestehen dabei nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch innerhalb der Länder auf Kreisebene.“

Bayern fordert daher bereits seit einiger Zeit eine Regionalkomponente im Morbi-RSA, um bestehende Wettbewerbsnachteile für die in Hochlohn- und Hochpreisregionen wie Bayern tätigen Krankenkassen abzubauen ...

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