Insolvenz Hard Candy-Fitnesskette

von Oliver Gothe Syren

Insolvenz Hard Candy-Fitnesskette

Über das Vermögen der Betreiberin der Fitnesskette Hard Candy, die Berliner Jopp AG, haben verschiedene Gläubiger Insolvenzantrag gestellt.

Unter der Jopp AG werden in Berlin 9 Hard-Candy-Studios nach dem Vorbild der Fitness-Studios der Pop-Ikone Madonna in Mailand, Moskau und Sidney geführt.

Noch Anfang Juni hieß es bei einem Interview mit den Betreiber-Brüdern Jürgen und Ralf Kopp, die Vorwürfe der Insolvenz seien Blödsinn. Das Interview kann unter www.bz-berlin.de gelesen werden.

Das Amtsgericht Charlottenburg (Insolvenzgericht) hat am 17. Juni RA Torsten Martini als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Das sog. Insolvenzeröffnungsverfahren ist eine Art Vorverfahren bevor das eigentliche Insolvenzverfahren (in der Regel 3 Monaten, für diesen Zeitraum wird den Arbeitnehmern Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt) eröffnet wird.

Möglich – aber schwierig: die Abwendung des Insolvenzverfahrens

In dieser Zeit kann noch bei den Gläubigern, die Insolvenzantrag gestellt haben, erreicht werden, dass diese Anträge für erledigt erklärt werden – das kann verhandelt werden; dies wird zur Zeit offenbar versucht: Nach Meldungen der Berliner Zeitung (http://www.berliner-zeitung.de) sei nach Informationen des vorläufigen Insolvenzverwalters Torsten Martini Geld an zwei der sechs Gläubiger geflossen.

Nach meinen Erfahrungen in der Praxis bedarf eine Regulierung zur Erledigung gestellter Insolvenzanträge ein geordnetes und einheitliches Vorgehen – vor allem bei GmbHs und Aktiengesellschaften (wie hier bei der betreibenden Jopp AG): Lässt sich die Insolvenz wegen weiterer Gläubiger oder nicht zustimmender Gläubiger doch nicht vermeiden, werden sonst Drittmittel verschwendet und es droht eine Anfechtung wegen Gläubigerbevorzugung und sogar eine Durchgriffshaftung gegenüber den Vorständen (bzw. bei GmbHs gegen die Geschäftsführung) ...

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