Die Woche aus Juristensicht, KW 25

Passend zur Jahreszeit und kurz vor den großen Sommerferien: Aktuelle und etwas ältere Urteile zu den Stichworten „Hotel“ „Reise“ und „Urlaub“.

Keine irreführende Internetwerbung eines Hotels infolge eines Wappens mit vier goldenen Sternen

Das Landgericht Freiburg hat mit Urteil vom 20. Juni 2016 festgestellt (Az.: 12 O 137/15 KfH), dass durchschnittlich verständige Verbraucher zwischen dem Wappen eines Hotels, das unter anderem vier goldfarbene Sterne in bogenförmiger Anordnung aufweist, und einem Gütesiegel eines Hotelkategorisierungssystems unterscheiden können.

Leitsatz:
Eine Internetwerbung eines Hotels im Form einer graphischen Gestaltung von 4 golden ausgefüllten Sternen, die sich auf einer als oval zu beschreibenden Kurve befinden, ist nicht per se ein Hinweis auf eine Einstufung durch ein Hotelklassifizierungssystem.

Den Sachverhalt und die Entscheidungsgründe findet man hier: http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&GerichtAuswahl=Landgerichte&Art=en&Datum=2016&nr=20845&pos=0&anz=23

Krankheiten gehören zum allgemeinen Lebensrisiko und stellen keinen Reisemangel dar

Das Amtsgericht Rostock hatte über die Frage zu entscheiden, ob die Erkrankung mit einem Darmvirus zu einer Rückzahlung des Reisepreises führe. Das betroffene Ehepaar war mehrere Tage mit einem Kreuzfahrtschiff auf dem Mittelmeer unterwegs und verpasste infolge einer – nicht von der Schiffsverpflegung verursachten – Magen-Darm-Viruserkrankung mehrere Landausflüge. Auch wenn diese Krankheitszeit für die Betroffenen sicherlich eine Tortur gewesen sei, so das Amtsgericht, seien die Reiseleistungen nicht mangelhaft gewesen. Erkrankungen wie eine Magen-Darm-Infektion fielen vielmehr in den Bereich des allgemeinen Lebensrisikos.

Weitere Einzelheiten zur Entscheidung vom 10.12.2014 wurden hier veröffentlicht: https://www.onlineurteile ...

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