15 Jahre Bauzeit sind nicht genug für Griechenland

von Stephan Weinberger

Berg am Laim ist ein Stadtbezirk der bayerischen Landeshauptstadt München. Dort wurde dem griechischen Staat bereits 2001 ein Grundstück zum Zwecke des Schulbaus zur Verfügung gestellt. Doch der Rohbau ist nach 15 Jahren immer noch nicht fertig, Fristen verstreichen. Eine weitere Schule in dem Viertel würde aber gebraucht werden, wie sich aus den laufenden Schülerzahlen ergibt. Die Stadt München will nun das Grundstück von Griechenland wieder zurückhaben. Bereits einmal traf man sich deswegen vor Gericht.

Der Streit zwischen der Stadt München und Griechenland dauert bereits Jahre an, doch der Bau schreitet einfach nicht voran. Die Stadt will das nicht mehr länger dulden und das in etwa 15 000 Quadratmeter umfassende Grundstück wieder zurückhaben. In der nicht-öffentlichen Sitzung des Kommunalausschusses im Stadtrat wurde die Rückabwicklung des Kaufs beschlossen, da Griechenland terminliche Vorgaben wohl nicht einhalten werden kann: Für den Rohbau mit Dach und gestern ist der 30. Juni festgeschrieben.

Theoretisch bleiben noch ein paar Tage zur Fertigstellung, doch im Rathaus hält man das für unrealistisch. Der Ausschussbeschluss bedarf noch der Bestätigung der Vollversammlung, die Mitte Juli tagen wird. Bis dahin hätte Griechenland noch die Möglichkeit, die Vorgaben zu erfüllen. Doch bereits am 1. Juli will der Kommunalreferent der Stadt München, Axel Markwardt, die Baustelle durch einen Gutachter untersuchen lassen, ob tatsächlich von einem Vertragsbruch ausgegangen werden muss. Würde dies bestätigt werden, will man selbst eine Schule errichten. Wenn das bisher Gebaute hierfür geeignet ist, wird eine Fertigstellung geplant. Doch aus dem Rathaus heißt es, dass selbst Griechenland daran zweifle ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK