Hören Sie Ihre Mitarbeiter ab?

von Daniela Windelband

„Äh, wie bitte? Natürlich nicht!“, mögen Sie denken. „Sind Sie sich da ganz sicher?“, frage ich zurück. Denn viele Telefonanlagen in Unternehmen sind so eingestellt, dass es zu einer Telefonkontrolle kommt. Dazu reicht es, wenn Ihre Telefonanlage die gewählten Rufnummern, Zeit und Dauer des Telefonats sowie die entstehenden Kosten aufzeichnet. Und der Schritt zum „richtigen Abhören“ ist dann sehr klein. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie Ihre Mitarbeiter über die Möglichkeiten der Telefonanlage informieren und je nach Sachlage eine Einwilligung einholen.

Das Abhören dienstlicher und privater Gespräche ist grundsätzlich unzulässig, weil hier der Schutzbereich des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts betroffen ist und im Regelfall auch keine Rechtsnorm dies vorschreibt. Was aber tun, wenn Sie nun doch kontrollieren wollen, wie Ihre Mitarbeiter telefonieren? Daran kann es ja durchaus ein berechtigtes Interesse geben. Denken wir nur an Servicehotlines, den Kundenservice etc.

Unterschieden werden muss nach dem Zweck des Mithörens/Aufzeichnens von Telefongesprächen. Der externe Gesprächspartner muss immer über die Aufzeichnung des Gesprächs informiert werden und die Möglichkeit haben, diesem zuzustimmen, oder aber es abzulehnen. In der Regel muss er aktiv zustimmen, es sei denn, mit dem Aufzeichnen werden Qualitätskontrollen verfolgt ...

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