„Sonst kommen Sie nicht in den Himmel“

Erbrecht Juni 22nd, 2016

Maraike Hagelmann

Die Erblasserin hatte zwei Testamente errichtet. Im handschriftlichen Testament setzte sie A zur Alleinerbin ein. Im später errichteten notariellen Testament setzte sie die örtliche Kirche zur Alleinerbin ein.

Das fu?r sich betrachtet, mag nicht besonders erscheinen. Ungewöhnlich sind aber die Umstände der Testamentserrichtung. Die A beantragte trotz des zweiten notariellen Testaments einen Erbschein, der sie als Alleinerbin ausweist. Sie zweifelte an der Testierfähigkeit und erklärte, dass sie das Testament wegen Drohung anfechte. Sie trug vor, dass die Erblasserin nur deshalb die Kirche zur Alleinerbin eingesetzt habe, weil der örtliche Pfarrer ihr mitteilte, dass sie anderenfalls nicht in den Himmel käme und die Kirche sich nicht weiter um sie „ku?mmern“ könne.

Aus unbekannten Gru?nden war dieser Pfarrer dann auch bei der Unterzeichnung des Testaments beim Notar zugegen ...

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