Kommentar: Neue Studie belegt - Deutschland kann mit EEG 2016 Klimaschutzabkommen nicht einhalten und braucht bis 2040 100% Erneuerbare Energien

von Dr. Peter Nagel

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Eine neue Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) zeigt, dass Deutschland mehr Ökostrom als geplant produzieren muss, um die Klimaschutzziele von Paris einhalten zu können. Die Studie betrachtet erstmals nicht ausschließlich den Stromsektor, sondern auch Verkehr, Wärme und Industrie. Demnach bräuchte Deutschland bis 2030 doppelt so viel Strom wie heute, wobei aber in anderen Sektoren der Energiebedarf dadurch erheblich sinkt. Vorausgesetzt, es würden ambitionierte Effizienzmaßnahmen umgesetzt. Ansonsten steige der Strombedarf von heute 600 auf 3000 TWh (Terawattstunden) in 2030, so die Studie.

Der steigende Strombedarf sei zu einem großen Teil darauf zurückzuführen, dass auch Verkehr, Wärme und Industrie vielfach auf Strom aus Erneuerbare Energien umstellen müssen. Der Studienleiter Prof. Dr. Volker Quaschning, auch Mitglied im EWG-Wissenschaftlernetzwerk, wirft der Bundesregierung vor, sie habe entweder keinen nötigen Sachverstand oder würde gar nicht beabsichtigen, das Klimaschutzeinkommen einzuhalten.

Solar- und Windenergie müssten drei bis sechs Mal schneller ausgebaut werden, als es derzeit von der Bundesregierung geplant wird. Bis 2040 müsste der Verkehrssektor vollständig elektrifiziert worden sein, ab 2025 sollten daher keine Neufahrzeuge mehr mit Verbrennungsmotor zugelassen werden.

Hinzu kommt der notwendige Ausstieg aus der Kohle bis 2030. Um die Versorgungssicherheit dennoch zu garantieren, seien Langzeitspeicher für die Erneuerbaren Energien von Nöten ...

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