Der Kampf um die gelbe Tonne: Und täglich grüßt das Quietscheentchen

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(c) BBH

Das geplante Wertstoffgesetz (WertstoffG) hält die Entsorgerbranche seit langem in Atem. Lange hat man spekuliert, ob das Gesetzgebungsverfahren noch vor der parlamentarischen Sommerpause nennenswert vom Fleck kommen würde. Jetzt ist die Branche erneut in Aufregung: Ein neuer inoffizieller Arbeitsentwurf des Bundesumweltministeriums (BMUB) geistert durch die Reihen und stößt längst nicht überall auf Begeisterung. Vorangegangen war ein Eckpunktepapier der Koalitionsfraktionen (Juni 2015) und weitere Arbeitsentwürfe.

Die Kernfrage, die die Abfallwirtschaft seit gefühlten Jahrzehnten spaltet: Wer darf die Wertstoffe einsammeln? Der kommunale Entsorgungsträger oder privatwirtschaftliche Unternehmen im Dualen System? Letztere sammeln zurzeit jedenfalls Verpackungen in gelben Säcken und Tonnen ein, was seine rechtliche Grundlage in der Verpackungsverordnung (VerpackV) hat. Eins der Hauptprobleme dabei: das notorische Quietscheentchen. Das Lieblingsutensil von Dr. Klöbner aus Loriots berühmten Badewannen-Sketch ist zwar aus dem gleichen Material wie viele Verpackungen, darf aber nicht in den gelben Sack. Jährlich gehen so unzählige Mengen an Wertstoffen im Restmüll verloren. Wobei die genaue Menge schwer abzuschätzen ist. Dank des sogenannten „intelligenten Fehlwurfs“ landen nämlich auch Quietscheentchen und Bratpfannen im gelben Sack, die umweltbewusste Bürger auf diese Weise an der Verpackungsverordnung vorbei in den (Wert-)Stoffkreislauf zurückbefördern ...

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