Fahrten zum V+V-Objekt: Reisekosten oder nur Entfernungspauschale?

von Christoph Iser

Die Entfernungspauschale, bei der unterm Strich nur die Hälfte der tatsächlich zurückgelegten Kilometer steuermindernd als Werbungskosten abgezogen werden können, verbindet man reflexartig eigentlich nur mit Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit. Weit gefehlt!

Aktuell hat der Bundesfinanzhof (Az: IX R 18/15) bei Fahrten zum Vermietungsobjekt den vom Steuerpflichtigen geforderten Reisekostenabzug nicht und den Werbungskostenabzug auch bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung nur mit der Entfernungspauschale zugelassen. Entfernungspauschale geht als auch hier. Zumindest grundsätzlich.

Tatsächlich wird jedoch die Entfernungspauschale bei Fahrten zum V+V Objekt eher die Ausnahme sein. Dies stellen auch die Richter in dem entschiedenen Einzelfall heraus: „Allein der Umstand, dass der Steuerpflichtige das Vermietungsobjekt im zeitlichen Abstand immer wieder aufsucht, (z.B. zu Kontrollzwecken oder zur Ablesung von Zählerständen) reicht für die Annahme einer regelmäßigen Tätigkeitsstätte nicht aus. Vielmehr ist eine gewisse Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit der Tätigkeit am Vermietungsobjekt erforderlich ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK