Forschung aktuell: 230 Partner starten größte Forschungsinitiative zur Energiewende

von Dr. Peter Nagel

(LEXEGESE) - Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereits im April mitgeteilt hat, werden vier "Kopernikus-Projekte für die Energiewende" gefördert. In diesen Projekten werden über einen Zeitraum von zehn Jahren gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt. Mit dem Start der Kopernikus-Projekte geht die größte Forschungsinitiative zur Energiewende in vier Schlüsselbereichen in die Umsetzung: Der Entwicklung von Stromnetzen, der Speicherung überschüssiger erneuerbarer Energie durch Umwandlung in andere Energieträger, der Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung und dem verbesserten Zusammenspiel aller Sektoren des Energiesystems.

Die vier Projekt-Konsortien hat ein internationaler und unabhängiger Beirat zur Förderung empfohlen. Auswahlkriterien waren die Relevanz für das Energiesystem, Konzeption und die Kompetenz der Partner. Die Projekte müssen interdisziplinär zusammengesetzt sein und Vertreter gesellschaftlicher Interessengruppen einbeziehen. Insgesamt haben sich rund 1000 Institutionen in 41 Projektvorschlägen beworben. Jede zweite Institution war hierbei ein Partner aus der Industrie. 230 Institutionen werden nun die Projekte umsetzen.

Die siegreichen Projekt-Konsortien sind

Neue Netzstrukturen (Themenfeld 1): Der Zuschlag geht an das Konsortium ENSURE unter der Leitung von Professor Holger Hanselka des Karlsruher Institut für Technologie, der RWTH Aachen, E.ON, TenneT TSO GmbH, Siemens AG und ABB. Insgesamt sind an diesem Projekt 21 Partner beteiligt. Das Konsortium hat den überzeugendsten Antrag abgeliefert, wie durch eine Kombination von dezentral und zentral erzeugtem Strom die Kosten für den Netzumbau verringert werden könnten. Nach derzeitigem Stand wird der Netzumbau bis zum Jahr 2025 mit bis zu 34 Milliarden Euro veranschlagt ...

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