Ein Deutschland, zwei Stromzonen?

  • teilen
  • twittern
  • teilen
  • teilen
  • teilen
  • teilen
  • mitteilen
  • e-mail
  • teilen

(c) BBH

Deutschland wieder geteilt? In der Tat, wenngleich die kürzlich durch die Medien geisternden Meldungen keine neue Mauer meinten, sondern eine Teilung in zwei Strompreiszonen. Bei der Berichterstattung konnte bisweilen der Eindruck entstehen, dass die Europäisch Kommission die einheitliche deutsche Preiszone als Sanktion für zu langsamen Netzausbau „zerschlagen“ wolle. Diese Vereinfachung greift allerdings ein bisschen zu kurz. Wir haben deshalb mal genauer hingesehen, was es mit diesem Vorgang auf sich hat.

Worum geht es überhaupt?

Europa ist in mehrere Strompreiszonen (Fachjargon: Gebotszonen) aufgeteilt. In diesen Zonen ist der Strompreis für alle gleich, weil man unterstellt, dass der an einem beliebigen Ort in diesem Gebiet eingespeiste Strom auch überall entnommen werden kann, ohne dass es zu Netzengpässen kommt (als wäre diese Zone sozusagen eine riesige Kupferplatte). Der Zuschnitt dieser Zonen entspricht aus historischen Gründen meist den Staatsgrenzen. Ausnahmen – wie die Zusammenfassung von Deutschland und Österreich zu einer Zone – bestätigen die Regel (wir berichteten).

Wo ist das Problem?

Dass es in Europa mehrere Preiszonen gibt, ist an sich nichts Schlimmes, sondern spiegelt lediglich die reale physikalische Netzsituation und – bis zu einem gewissen Grade – auch die Marktlogik von regionalem Angebot und Nachfrage wider. Das System ist aber nicht statisch. Wenn sich Stromerzeugung und –verbrauch ändern oder das Leitungsnetz ausgebaut wird, kann sich die Netzsituation ändern. Und die Frage kann aufkommen, ob der Zuschnitt der Preiszonen noch korrekt ist ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK