Bots für Streamer/ein neues Phönomen – Serie hier im Blog

von Marian Härtel

Neben den inzwischen auch in der allgemeinen Presse bekannten Automatisierungsbots für Onlinespiele, von denen ich hier im Blog des Öfteren berichte und zu deren Rechtmäßigkeit sich Bundesgerichtshof im Oktober äußern wird, gibt es noch zahlreiche weitere Botsoftware, deren Entwicklung zum Teil in den Bereich KI-Forschung fällt und entsprechend hoch bejubelt wird: Chat und Viewbots.

Was sind Bots bzw. Viewbots?

Chatbots ermöglichen in sozialen Netzwerken und Mobile-Apps Teilnehmer zu simulieren. Dies beginnt beim automatisierten Erstellen von Tweets für Twitter, ein Bereich in den sich Microsoft zuletzt sehr engagiert hat. Betroffen sind dabei aber auch Programme, die zuletzt die Flirtplattform Lovoo zu Fall gebracht bzw. aus Marketingsicht stark geschädigt haben. Während es sich im Falle von Twitter zumindest noch um KI-Forschung handelt, zumindest vordergründig, hat Lovoo anscheinend, und ohne strafrechtliche Ermittlungen vorwegzunehmen, aus Profitabsicht gehandelt. Die Botsoftware sollte Nutzer simulieren, die gar nicht vorhanden sind, um Relevant und Einnahmen zu steigern. Gleiches gilt bei Werbeunternehmen mit grassierenden Problem an sogenannten Clickbots, die Aufrufe von Werbebannern simulieren, um eigene Einnahmen auf Kosten der Werbetreibenden zu steigern.

Die gleiche Intention treibt ein neues Phänomen auf Youtube und zuletzt auch auf Twitch voran: Die Viewbots. Botsoftware wird eingesetzt, teilweise auch mit Hilfe von CDNs, um Zuschauer auf den eigenen Kanälen zu simulieren und mit Hilfe von Chatbots sogar Aktivität zu generieren. Der Grund ist leicht zu erklären ...

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