Zustand der Kanalisation: 20 Prozent kurz- bis mittelfristig sanierungsbedürtig!


Rund ein Fünftel aller Kanalisationshaltungen in Deutschland weist Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig zu sanieren sind. Diese Zahlen nennt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA).

Die DWA stellte im Rahmen der IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft, in München die Ergebnisse ihrer aktuellen Umfrage zum Zustand der Kanalisation in Deutschland vor. Die Untersuchung zeige weiterhin einen hohen Investitionsbedarf für die nachhaltige Bewirtschaftung der „unsichtbaren“ Infrastruktur der Siedlungsentwässerung. Es sei erforderlich, geeignete Maßnahmen zur Sanierung umzusetzen, um einem dauerhaften Substanzverlust des öffentlichen Kanalnetzes entgegenzuwirken. Hierfür sei die Information und Sensibilisierung kommunaler Entscheidungsträger notwendig, so die DWA.

Mehr Reparatur statt vollständiger Erneuerung

Im Rahmen der Umfrage wurden auch Daten zur Alters- und Materialverteilung des öffentlichen Kanalnetzes sowie zu den eingesetzten Sanierungsverfahren erhoben. Während der Anteil der Erneuerung weiter abnimmt, steigt der Anteil der Reparaturverfahren. Der Anteil der Sanierung durch Renovierungsverfahren bleibt unverändert. Aktuell werden jährlich 1,1 % des Kanalnetzes in Deutschland saniert.

Das durchschnittliche Alter der Kanalisation in Deutschland liegt bei knapp unter 40 Jahren. Die am häufigsten eingesetzten Rohrmaterialien sind nach wie vor Beton und Steinzeug, der Anteil der Kunststoffrohre nimmt weiter zu ...

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