Zugewinnausgleich – Wie erfolgt die Teilung des Vermögens?

Die Zugewinngemeinschaft als Basis.

Wenn zwei Menschen die Ehe miteinander schließen, dann glauben sie noch an „für immer“.

Doch oft kommt es anders, wie die Statistiken zeigen. Mehr als jede dritte Ehe wird geschieden.

Wenn das passiert, dann rückt das liebe Geld in den Fokus der Beteiligten, insbesondere dann, wenn während der Ehe Vermögen erworben wurde.

Haben die Eheleute keine andere vertragliche Regelung getroffen, dann leben sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Dies gilt auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.

Zugewinngemeinschaft bedeutet,

alles, was Sie schon vor der Eheschließung besessen haben, bleibt ihr alleiniges Eigentum; dasselbe gilt für alles, was Sie nach der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrages (Tag der Zustellung) an Vermögen erlangen; alles, was Sie oder ihr Ehepartner während der Ehe hinzugewinnen, unterliegt der Teilung im Zugewinnausgleich

Um einem immer noch weit verbreiteten Irrtum abzuhelfen:

Auch alles, was ein Ehepartner während der Ehe hinzuerworben hat, ist und bleibt in seinem Alleineigentum.

Das gilt gleichermaßen für von einem Ehgatten aufgenommene Schulden. Hierfür haftet nur er! Nur dann, wenn beide Eheleute einen Kreditvertrag unterzeichnen oder der andere für einen solchen Kredit bürgt, haften auch beide.

Es erfolgt lediglich im Zuge der Scheidung ein Vermögensausgleich auf Antrag eines Ehepartners, der Zugewinnausgleich.

Was ist der Zugewinnausgleich?

Der Grundgedanke dahinter ist, dass beide Eheleute an dem Zuerwerb von Vermögen durch einen Ehepartner während des Bestehens der Ehe in irgendeiner Form mitwirken und daher auch, wenn die Ehe und damit der gemeinsame Lebensplan scheitert, finanziell dafür einen Ausgleich erhalten sollen.

Bei dem hinzuerworbenen Vermögen kann es sich bspw. um eine eigene Firma, Bankguthaben, Grundstücke und Immobilien, Wertpapiere, Versicherungen (z. B ...

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