Mordurteil hat wegen Rechenfehler keinen Bestand

von Stephan Weinberger

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine Verurteilung wegen Mordes des Landgerichts Köln aufgehoben, weil die Kölner Richter sich bei der Urteilsabsetzungsfrist verrechnet haben. Nun muss eine andere Kammer des Gerichts die umfangreiche Beweisaufnahme erneut durchführen.

Am 25. August 2015 verurteilte das LG Köln einen Mann nach 30 Verhandlungstagen wegen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, in Bergisch Gladbach eine Bekannte mit einem Beil erschlagen zu haben, nachdem die beiden Streit um eine Rückzahlung seiner Schulden hätten. Auch gegen die 84 Jahre alte Mutter, die sich im Laufe des Streites näherte, ging der Angeklagte mit dem Beil vor und soll ihr den Schädel zertrümmert haben. Die zuständige Kammer stellte damals eine besondere Schwere der Schuld fest, der Vorsitzende Richter Heinz Hemmers sprach damals von einer „Gewaltexplosion“ ...

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