Kosteneinsparung und Moral

Die hochbetagte Mandantin ist Inhaberin einer Familiengrabstelle auf einem Friedhof der Kirchgemeinde, dort wurden bereits seit 1972 alle Familienangehörigen beigesetzt. Ihr Nutzungsrecht läuft noch bis 2019. Bereits seit ihrer Jugend war sie regelmäßig an diesem Grab, hat dies gepflegt. Ihre Eltern liegen dort, dort wollten und sollten auch sie und ihr Mann einmal ruhen.

Weil der Betrieb des Friedhofes für die Kirchgemeinde unwirtschaftlich ist, soll ein Gräberfeld auf dem Friedhof geschlossen werden, die Kirchgemeinde ändert ihre Satzung entsprechend und lässt in diesem Gräberfeld nur noch ausnahmsweise Bestattungen zu. Es ist das Gräberfeld, in dem auch die Familiengrabstelle der Mandantin liegt. Sie erhebt Widerspruch gegen die Satzungsänderung. Das war 2014, seither passierte nichts.

Nun stirbt der Ehemann der Mandantin. Natürlich möchte sie ihn in der Familiengrabstelle, die ihr ja bis 2019 noch „gehört“ bestatten und meldet diese Bestattung entsprechend an ...

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