Hundefutter und andere Produktfotos: Vorsicht, Urheberrecht!

von Martin Steiger

Onlineshops, die Produktbilder oder Produktfotos benötigen, bedienen sich häufig bei der Konkurrenz – allenfalls mit einem Umweg über Google Images und andere Bilder-Suchmaschinen.

Auch Produktbilder und Produktfotos können urheberrechtlich geschützt sein. Wer solche Produktbilder und Produktfotos online veröffentlicht, ohne dazu berechtigt zu sein, muss deshalb mit kostenpflichtigen Abmahnungen aus Deutschland rechnen.

Beispiel: Abmahnungen von Lotte & Anna

«Lotte & Anna» ist der deutsche Onlineshop von Anna Neetzel, die «Geschenke & Schönes für deinen Hund!» verkauft. Onlineshops und andere Websites, die Fotos aus ihrem Onlineshop verwenden, lässt Anne Neetzel durch meinen Berliner Anwaltskollegen Robert Fechner per E-Mail abmahnen.

Für seine Mandantin fordert Anwaltskollege Fechner einerseits die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung und andererseits die Zahlung von Schadenersatz. Eine vorformulierte Unterlassungserklärung ist Teil der Abmahnung. Für die Schadensberechnung verweist Anwaltskollege Fechner unter Anwendung der Lizenzanalogie auf die Bildhonorare der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM).

Der geforderte Schadenersatz kann je nach Art und Dauer der Bildverwendung mehr als 1’000 Euro betragen, dazu kommen Anwaltskosten von meist 551 Euro bei einem behaupteten Streitwert von 6’000 Euro pro Bild. Im Ergebnis kann der geforderte Gesamtbetrag für ein Bild, das Kauknochen oder Hundespielzeug zeigt, ohne weiteres 1’500 oder 2’000 Euro erreichen ...

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