Gewährleistungsrecht beim Pferdekauf

Bei dem Kauf eines Tieres, so auch eines Pferdes gilt grundsätzlich das Gewährleistungsrecht. Der Verkäufer haftet dem Käufer gegenüber für ihn zu vertretende Mängel. In diesem Zusammenhang ist die Entscheidung des Landgerichtes Coburg interessant. Das Landgericht Coburg hat die Klage eines Reiters abgewiesen, der wegen eines behaupteten Charaktermangels und fehlender Rittigkeit eines Pferdes die Rückabwicklung des Kaufvertrages verlangte (Urt. v. 26.02.2016, Az. 23 O 500/14). Wegen der speziellen Gegebenheiten von Lebewesen als Kaufgegenstand kam dem Reiter eine zur Beweislastumkehr führende Vermutungswirkung hier aber nicht zugute. Dies dürfte auch auf andere Kaufverträge mit Tieren zum Beispiel mit Hunden anwendbar sein. Zum Beispiel, wenn die Tiere sich beim Käufer anders verhalten, etwas bissig oder nicht führig sind, anders als zuvor beim Verkäufer und die Ursachen dafür eben nicht in fehlerhafter Aufzucht, Training oder aber der Genetik begründet sind. Das Pferd war in diesem Fall vom Verkäufer als eine "coole Socke" beschrieben und verkauft worden. Das Pferd war beim Verkäufer ausgeglichen, wesensfest und vor allem gut reitbar im Gelände ...Zum vollständigen Artikel


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