Hunde-OP-Versicherung: Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Dass die Klauseln eines Versicherungsvertrages genau studiert werden sollten, musste ein Hundehalter nun schmerzlich erfahren.

Das Landgericht Heidelberg hat nämlich seine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Heidelberg zurückgewiesen, mit dem seine Klage auf Erstattung von Tierarztkosten in Höhe von EUR 3.386,01 gegen seine Hunde-OP-Versicherung abgewiesen wurde.

Die beklagte Versicherung bietet Hunde-OP-Schutz-Versicherungen an, die sie wie folgt bewirbt:

“Hier die Leistungen der Tierversicherung im Überblick:

Übernahme der Kosten für medizinisch notwendige Operationen bei Krankheit oder nach Unfall des Hundes – je nach Vereinbarung – nach dem 1fachen oder 2fachen Satz der tierärztlichen Gebührenordnung (GOT).

(…)“

Der Kläger ist Halter eines irischen Wolfshunds und hat diesen bei der Beklagten eine Hunde-OP-Schutz-Versicherung abgeschlossen. Gemäß Versicherungsschein gelten für diese Versicherung die Allgemeinen Bedingungen der Uelzener für die Tierkrankenversicherung von Hunden (ABKH 2004).

Die ABKH 2004 enthalten folgende Regelungen:

Ҥ 2 Versicherte Gefahren und Kosten

Tritt bei einem versicherten Tier eine Veränderung des Gesundheitszustands innerhalb der Vertragslaufzeit auf, die einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose erforderlich macht, so ersetzt der Versicherer dem Versicherungsnehmer die durch tierärztliche Rechnung nachgewiesenen Kosten

a) folgender Operationen (*):

(…)

B 3.4 Femurkofpresektion

B 3.6 Luxation, operative Reposition

(…)

Die Kostenerstattung erfolgt gemäß der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT).

(…)

(*) = Die genannten Kennziffern entstammen der Gebührenordnung für Tierärzte in der Fassung vom 1.August 1999.“

Unter § 3 der ABKH 2004 sind nicht versicherte Gefahren und Kosten durch Auflistung von 11 Unterpunkten aufgeführt ...

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