Gestaltungsmissbrauch beim Wiederkauf von Wertpapieren?

von Christoph Iser

Es stellt einen Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten dar, wenn unentgeltlich erworbene Aktienbezugsrechte am selben Tag verkauft und wieder gekauft werden, um für eine spätere Veräußerung Anschaffungskosten zu generieren. So eine aktuelle Entscheidung des FG Baden-Württemberg (Az: 8 K 2978/13). Aber kann das richtig sein?

Wie so oft im Steuerrecht: Es kommt darauf an!

Schon 2009 hat der BFH (Az: IX R 60/07) entschieden: Werden Wertpapiere, die innerhalb der Jahresfrist des privaten Veräußerungsgeschäfts mit Verlust veräußert werden, am selben Tage in gleicher Art und Anzahl, aber zu unterschiedlichem Kurs wieder gekauft, so liegt kein Gestaltungsmissbrauch vor.

Tatsächlich sind beide Entscheidungen für Zeiten des privaten Veräußerungen ergangen, was jedoch unerheblich sein dürfte. Die Grundsätze sollten auch auf die aktuelle Abgeltungssteuerrechtlage übertragbar sein ...

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