Schade: Keine Abgeltungsteuer bei Gesellschafterfremdfinanzierung

von Christoph Iser

Kapitalerträge werden grundsätzlich mit 25% Abgeltungsteuer belegt. Dazu gehören auch Zinseinnahmen aus hingegebenen Darlehen. Leider gibt es jedoch auch Ausnahmen von der Abgeltungsteuer, so zum Beispiel bei der Gesellschafterfremdfinanzierung.

Nach § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr.1b EStG kommt die Abgeltungsteuer nicht zum Zuge, wenn ein mindestens zu 10% beteiligter Gesellschafter von seiner GmbH Zinsen für ein hingegebenes Darlehen erhält. In der Praxis also ein recht häufig anzutreffender Fall, den man wahrscheinlich gerne der Abgeltungsteuer unterwerfen würde. Geht aber nicht. In solchen Fällen müssen entsprechende Kapitalerträge wieder dem persönlichen Steuersatz unterworfen werden.

Eigentlich schade, denn allein aufgrund des geringen Abgeltungsteuersatzes hätte die Gesellschafterfremdfinanzierung in den meisten Fällen auch einen steuerlich lohnenden Charakter gewonnen ...

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