Countdown zum Inkrafttreten der EU-Marktmissbrauchsverordnung (MMVO)

14. Juni 2016

Aktienrecht und Corporate Governance

Countdown zum Inkrafttreten der EU-Marktmissbrauchsverordnung (MMVO)

Das Inkrafttreten der MMVO rückt näher. Anfang Juni hat die BaFin erste Informationen (FAQs) zur Anwendung der Verordnung veröffentlicht.

Erwähnenswert in den FAQs zu Eigengeschäften von Führungskräften und zu Insiderlisten, die die BaFin auf ihrer Homepage veröffentlicht hat, sind insbesondere folgende Punkte:

Eigengeschäfte von Führungskräften Anders als nach aktuell geltendem Recht und auch der bislang ganz herrschenden Meinung zur Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) sind bei der Berechnung der EUR 5.000-Schwelle die Geschäfte der Führungskraft sowie der mit ihr in enger Beziehung stehenden Person nicht Die Bagatellgrenze gilt daher jeweils getrennt für die Führungskraft und die mit dieser in enger Beziehung stehenden Personen. Im Gegensatz zur aktuellen Rechtslage müssen bei Überschreiten der Bagatellgrenze die vorangegangenen Geschäfte nicht rückwirkend mitgeteilt werden. Es muss nur das Geschäft mitgeteilt werden, mit dem der Schwellenwert überschritten wird, sowie alle nachfolgenden Geschäfte. Wie gehabt sind unter „Geschäftstag/Arbeitstag″ alle Wochentage zu verstehen, die keine Sonn- oder Feiertage sind. Bei der Aufnahme der Führungskräfte und in enger Beziehung zu ihnen stehenden Personen in die fortlaufende Liste nach Art. 19 Abs. 5 Satz 2 MMVO genügt laut BaFin die Angabe des Namens der Führungskraft bzw. in enger Beziehung stehenden Person, sofern die Namensangabe ausreicht, um die betreffenden Personen eindeutig zu identifizieren. In der Praxis könnte es aber durchaus sinnvoll sein, zumindest noch die Anschrift der Personen und ggf. das Geburtsdatum in die Liste aufzunehmen ...Zum vollständigen Artikel


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