Private Wohnraumüberlassung via Airbnb & Co. – steuerpflichtige Vermietungseinkünfte?

In meinem ersten Blog-Beitrag möchte ich mich den einkommensteuerlichen Folgen eines aktuellen Phänomens im Gastgewerbe widmen. Über Online-Vermittlungsportale bieten Privatpersonen vermehrt Wohnräume, besonders in den Metropolregionen, für kurze Städte-Trips zur Übernachtung an. Keine schlechte Idee. Daraus ist ein Geschäftsmodell geworden. Allein der Branchenprimus Airbnb verzeichnete in 2015 ein Angebot von 38.000 Unterkünften.

Kommen wir gleich zu den steuerlichen Aspekten: Erzielen die privaten Anbieter hieraus steuerpflichtige Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung? Welche Werbungskosten sind abzugsfähig?

Objekt der Vermietung im Sinne von § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG muss nicht zwingend eine abgeschlossene Wohnung sein. Auch die Überlassung einzelner möblierter Zimmer oder Räume wird erfasst (vgl. BFH-Urteil vom 4. März 2008, Az. IX R 11/07).

Um unnötigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden, hat die Finanzverwaltung in R 21.2 Abs. 1 EStR eine Billigkeitsregelung aufgestellt: übersteigen die Einnahmen aus der vorübergehenden Untervermietung von Räumen einer eigengenutzten Wohnung 520 EUR im Kalenderjahr nicht, so kann von der Besteuerung abgesehen werden. Diese gut gemeinte Bagatellgrenze dürfte in der Praxis jedoch nur selten greifen.

Problematisch ist die nun folgende Abgrenzung der abzugsfähigen Werbungskosten. Zweifelhaft ist insbesondere die Höhe der Betriebskosten, welche anteilig auf die Nutzung durch die Übernachtungsgäste entfällt ...

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