VR Genossenschaftsbank Fulda eG: Darlehensforderung schön gerechnet!

von Heidrun Jakobs

Dass Unternehmen im Falle einer Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft durch die Bank die Hauptschuld ganz genau unter die Lupe nehmen sollten, macht ein aktueller Fall gegen die VR Genossenschaftsbank Fulda eG deutlich.

Was ist passiert? Meine Mandantin, ein mittelständisches Unternehmen, wird von der VR-Bank Genossenschaftsbank Fulda eG aus einer Bürgschaft über einen hohen 6-stellligen Betrag in Anspruch genommen. Die Bürgschaft sicherte Forderungen der Bank gegen die Hauptschuldnerin aus einem Darlehen zur Finanzierung von „laufzeitkongruenten Investitionen für die Jahre 2007 und 2008“. Neben der Bürgschaft meiner Mandantin standen der VR Genossenschaftsbank Fulda weitere Sicherheiten wie die Sicherungsübereignung von Maschinen etc. zur Verfügung sowie eine Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank Hessen GmbH. Die Hauptschuldnerin wurde zwischenzeitlich insolvent, so dass die VR Genossenschaftsbank Fulda auf die Bürgschaft meiner Mandantin zurückgreift. So weit, so gut, eigentlich der übliche Bürgschaftsfall.

Nicht ganz! Was diesen Fall interessant macht, war die Überprüfung der von der VR Genossenschaftsbank Fulda eG behaupteten Hauptforderung und die Frage, ob das vergebene Darlehen überhaupt für den im Darlehensvertrag vereinbarten Zweck ausgegeben wurde und falls nein, ob hier nicht eine Umschaffung der Hauptschuld vorliegt, für die meine Mandantin nicht haftet.

Meine Mandantin hat die Kontobuchungen der VR Genossenschaftsbank Fulda im Hinblick auf die Darlehensvergabe jedenfalls gutachterlich überprüfen lassen, wobei sich hier erschreckende Feststellungen offenbarten ...

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