Verurteilung einer Hebamme - Kind nach 18-stündiger Hausgeburt verstorben

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 11.05.2016 - 4 StR 428/15 Verurteilung einer Hebamme - Kind nach 18-stündiger Hausgeburt verstorben Eine Hebamme und Verfechterin der Hausgeburt wurde zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten wegen Totschlags durch Unterlassen verurteilt. Hätte sie noch vor der Geburt die Verlegung der Kindsmutter in ein Krankenhaus veranlasst, so wäre das Kind durch einen Kaiserschnitt lebend und gesund geboren worden. Der Sachverhalt

Obwohl die Eltern deutlich gemacht hatten, trotz der gewünschten außerklinischen Geburt kein Risiko für das Kind eingehen zu wollen und bei Komplikationen auch mit einem Kaiserschnitt einverstanden zu sein, riet die angeklagte Hebamme unter Verharmlosung der Geburtsrisiken uneingeschränkt zu einer Hausgeburt.

Diese erfolgte schließlich in einem Hotelzimmer in der Nähe der Praxis der Angeklagten. Obwohl die Angeklagte von der Kindsmutter eine Stunde nach dem Fruchtblasensprung vom Beginn der Geburt benachrichtigt worden war, suchte sie die Eltern erst auf, als die Wehen bereits fast 12 Stunden andauerten ...

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