Muslima verweigert Handschlag gegenüber Arzt – Klage

von Stephan Weinberger

Das Amtsgericht Bergisch Gladbach musste über eine Klage eines Muslims gegen einen Arzt aus Gladbach entscheiden. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Gleichbehandlungsprinzip aus religiös motivierten Gründen. Der Mann forderte nicht unter 2000 Euro Schmerzensgeld vom Mediziner, weil dieser das Behandlungsverhältnis zu seiner Frau abbrach, nachdem es zu einer hitzigen Diskussion gekommen war. Der Auslöser: Die Ehefrau verweigerte gegenüber dem Arzt den Handschlag.

Die Verweigerung des Handschlags erfolgte aus Glaubensgründen. Dies schien der Arzt nicht zu akzeptieren, jedenfalls kam es zu einer hitzigen Diskussion zwischen dem Ehemann der Frau und dem Mediziner, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Daraufhin brach der Arzt das Behandlungsverhältnis unter Bezugnahme auf das zerstörte Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient ab.

Das allerdings wollte der Ehemann der Patientin nicht so stehen lassen. Er erhob über einen Anwalt Klage auf Zahlung von Schmerzensgeld nicht unter 2000 Euro. Dass der Arzt die Behandlung verweigert hat, verstoße gegen das Gleichbehandlungsprinzip und beruhe auf religiösen Motiven. Der Glaube der Ehefrau habe zu einer Benachteiligung geführt ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK