EM-Fieber – Feiern am Arbeitsplatz oder Krankfeiern?

von Stefan Weste

Zwei Jahre haben wir alle auf das nächste internationale Fußballevent gewartet. Heute ist es endlich soweit, die EM 2016 startet. Am Sonntag, 21.00 Uhr, spielt dann Deutschland zum ersten Mal.

Die Ansetzung der Vorrundenspiele, teilweise bereits um 15.00 Uhr, stellt den ein oder anderen Arbeitnehmer vor schwierige Fragen: Wie und wo kann ich die Spiele am besten genießen? Melde ich mich krank, mache ich Urlaub oder feiere ich am Arbeitsplatz?

Um die gute Laune bis zum sicheren Finaleinzug unserer Mannschaft nicht zu trüben, haben wir Ihnen hier ein paar Infos zum arbeitsrechtssicheren Genießen dieser Zeit zusammengefasst.

Darf ich das Spiel während der Arbeitszeit verfolgen?

Alles könnte so einfach sein, wenn man das Spiel einfach neben der Arbeit via Internet oder Radio verfolgen könnte. Hier ist aber Vorsicht geboten. Das Verfolgen eines Spiels ist keine dienstliche Tätigkeit. Auch wenn dies ein nur noch so geringeres Maß an Aufmerksamkeit und Zeit kostet, ist dies dennoch Zeit in der sie nicht arbeiten. Sie dürfen deshalb Spiele grundsätzlich nicht während der Arbeitszeit verfolgen.

Etwas anderes gilt jedoch dann, wenn Sie den Arbeitgeber vorher um Erlaubnis bitten einen Live-Ticker oder die Radiosendung verfolgen zu dürfen. Genehmigt Ihr Arbeitgeber dies, können Sie im Rahmen der getroffenen Vereinbarung das Spiel verfolgen. Verweigert Ihr Arbeitgeber Ihnen die Einwilligung oder fragen Sie ihn gar nicht erst, riskieren Sie eine Abmahnung und unter Umständen sogar eine Kündigung. Aus diesem Grunde sollten Sie sich die erteilte Einwilligung schriftlich geben lassen.

Aber während der Pause kann ich das Spiel doch verfolgen?

Grundsätzlich können Sie während der Pause Ihre Zeit so verbringen wie Sie es möchten. Das gilt auch für das Verfolgen von Sportereignissen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK