Arbeitsrecht und Fußball-EM – das müssen Sie beachten!

von Alexander Bissels

Nicht nur das Land ist im Ausnahmezustand – auch das Arbeitsrecht beugt sich größtenteils der allgemeinen Euphorie auch der Arbeitgeber bei der Fußball-EM.

Endlich ist es wieder soweit: Autos werden mit Fahnen dekoriert, die Supermärkte rüsten auf und halten Equipment für Fußball-Grillpartys bereit, Biergärten stellen Leinwände auf, Vuvuzelas tönen durch die Straßen und das ganze Land ist im Fußballfieber.

Austragungsland der Fußball-EM ist dieses Mal unser Nachbarland Frankreich. Zeitverschiebung und Fußballspiele in der Nacht wie bei der letzten WM bereiten dieses Mal daher keine Probleme. Allerdings findet eine Reihe von Spielen unter der Woche nachmittags um 15 Uhr statt. Dies ist zumindest für erwerbstätige Fußballfans ungünstig.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass in der Praxis selten handfeste arbeitsrechtliche Probleme auftreten, da die meisten Arbeitgeber die Fußballbegeisterung ihrer Mitarbeiter teilen. Für den Fall, dass es dann aber doch zu Konflikten kommt und Grenzen aufgezeigt werden müssen, haben wir eine Reihe arbeitsrechtlicher Fragestellungen rund um die EM zusammengestellt.

Muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer – gegebenenfalls sogar kurzfristig – für den Zeitraum der Fußball-EM Urlaub gewähren?

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber dem Urlaubsantrag seines Arbeitnehmers entsprechen. Allerdings können betriebliche Belange einem Urlaub zur Fußball-WM entgegenstehen.

Sind durch die Abwesenheit eines Arbeitnehmers erhebliche Beeinträchtigungen im Betriebsablauf zu erwarten, kann der Arbeitgeber den Urlaub verweigern. Das dürfte allerdings in der Regel nur bei kurzfristigen Anfragen ein Problem sein. Beantragt der Arbeitnehmer lange im Voraus seinen Urlaub, muss das Unternehmen für einen Ersatz sorgen.

Tragen mehrere Mitarbeiter denselben Urlaubswunsch vor, so ist vom Arbeitgeber eine Abwägung unter sozialen Gesichtspunkten vorzunehmen ...

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