Testamentarische Absicherung für nicht-eheliche Lebenspartner

von Katharina Mosel

Wir erleben es immer wieder in unserer Anwaltskanzlei, dass Menschen, die Jahre oder sogar Jahrzehnte mit jemandem zusammen leben, keine Vorsorge für den Fall des Todes getroffen haben. Selbst dann nicht, wenn Kinder aus der Beziehung hervorgegangen sind. Das führt nach dem Tode des einen Partners sehr häufig zu persönlichen Dramen, weil der nicht-eheliche Lebenspartner gar nichts bekommt, wenn er nicht durch ein Testament als Erbe eingesetzt wurde.

Wenn man verheiratet ist oder in eingetragener Lebenspartnernschaft lebt, erhält man nach dem Tode des Partners aufgrund des gesetzlichen Erbrechts immer zumindest einen Anteil am Nachlass des Verstorbenen, wenn kein Testament gemacht wurde. Wenn man nicht verheiratet ist und kein Testament errichtet wurde, erhält man gar nichts. Das kann nicht oft genug wiederholt werden.

Ein Fall aus unserer Praxis: Ein Paar lebte über 20 Jahre lang zusammen in der dem Mann gehörenden Wohnung. Beide waren nicht verheiratet, der Mann hatte kein Testament gemacht. Der Mann verstarb. Die Frau musste innerhalb von kürzester Zeit aus der Wohnung ausziehen, in der sie so lange gelebt hatte ...

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