Razzia gegen Flirt-Portal „Lovoo“ – rechtliche Einschätzung

von Karsten Gulden

Razzia bei dem Dating-Portal „Lovoo“. Das berichtet Bild.de aktuell. Das Flirtportal soll Nutzer mit gefakten virtuellen Damen zu kostenpflichtigen Handlungen veranlasst haben. Was droht den Machern? Welche Rechte haben die Kunden von Lovoo?

Gefakte Damen auf Dating-Portalen – kein Einzelfall! Wir berichteten bereits über ähnliche Vorfälle.

Wie ist das Ganze rechtlich einzuschätzen, wenn Dating-Portale nun gefakte, virtuelle Damen, sog. „Fembots“ einsetzen, um den Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen?

Machen sich die Betreiber der Portale strafbar, wenn sie Fembots einsetzen? Können die Männer ihr Geld zurückverlangen?

Einsatz von Fembots

Wenn es zum Einsatz von Fembots kommt wird der Nutzer getäuscht, da keine reale Frau, sondern ein Bot – ein Computerprogramm – antwortet.

Der User bekommt dann eine Nachricht, dass sich jemand für ihn interessiere und dass er gegen Zahlung erfahren könne, um wen es sich dabei handelt. Hierauf fallen etliche Männer herein und zahlen bereitwillig in der Annahme, mit einer realen Frau zu kommunizieren.

Wie ist der Einsatz von gefakten Damen auf kostenpflichtigen Flirtportalen rechtlich zu bewerten?

Strafrechtlich dürfte es sich bei dieser Geschäftspraxis um einen Betrug gemäß § 263 StGB handeln.

In der Tatsache, dass Männer mit Chat-Bots kommunizieren, welche vorgeben echte Frauen zu sein, ist eine Täuschung zu sehen, die zu einem Irrtum über Tatsachen bei dem User führt ...

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