Kundenschmuck – und die Versicherungspflicht des Juweliers

Ein Juwelier ist nicht generell verpflichtet, zur Reparatur oder zum Ankauf entgegengenommenen Kundenschmuck gegen das Risiko des Verlustes durch Diebstahl oder Raub zu versichern, und – falls kein Versicherungsschutz besteht – hierüber den Kunden aufzuklären.

In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall hatte ein Kunde der Juwelierin Schmuck im Wert von maximal 2.930 Euro zur Reparatur beziehungsweise Abgabe eines Ankaufsangebots übergeben. Anlässlich eines Raubüberfalls auf das Juweliergeschäft wurden unter anderem die Schmuckstücke des Kunden entwendet. Die Juwelierin war gegen dieses Risiko nicht versichert, worauf sie den Kunden bei Entgegennahme der Schmuckstücke nicht hingewiesen hatte. Der Kunde nahm daraufhin die Juwelierin Beklagte auf Wertersatz der geraubten Schmuckstücke in Anspruch.

Das erstinstanzlich hiermit befasste Amtsgericht Winsen(Luhe) hatte der Schadensersatzklage des Kunden stattgegeben1, dagegen hat auf die Berufung der Juwelierin das Landgericht Lüneburg die Klage unter Aufhebung des amtsgerichtlichen Urteils abgewiesen ...

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