Bilanzgarantien beim Unternehmenskauf

Bilanzgarantien in Unternehmenskaufverträgen bieten diverse Fallstricke, die zu beachten sind. Das zeigt sich auch anhand der aktuellen Rechtsprechung.

Unternehmenskaufverträge schließen in der Regel das gesetzliche Gewährleistungssystem in größtmöglichem Umfang aus. Stattdessen sehen diese ein in sich geschlossenes Haftungsregime vor.

Der Verkäufer gibt gegenüber dem Käufer regelmäßig spezielle Garantieversprechen hinsichtlich diverser Themenbereiche im Zusammenhang mit der Zielgesellschaft ab. Die Parteien versuchen so, einen auf den Einzelfall zugeschnittenen Garantiekatalog zu vereinbaren.

Die Bilanzgarantie beim Unternehmenskauf im Überblick

Auch sogenannte Bilanzgarantien sind häufig Teil der Garantieversprechen des Verkäufers. Darin werden bestimmte Eigenschaften bezüglich der Bilanz oder auch des gesamten Jahresabschlusses garantiert. Eine Bilanzgarantie könnte zum Beispiel lauten:

Der Jahresabschluss ist mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns, unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften erstellt worden und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Zielgesellschaft.

Dieser Wortlaut ist teilweise an § 264 Abs. 2 HGB angelehnt. Auf den ersten Blick scheint er lediglich zu bestätigen, dass die Bilanz in Übereinstimmung mit den geltenden und damit zu beachtenden Gesetzen erstellt wurde. Die möglichen Fallstricke einer Bilanzgarantie werden jedoch bei genauerer Betrachtung deutlich.

Zu berücksichtigen ist zudem, dass bestimmte Kennzahlen der Bilanz und/oder des Jahresabschlusses oftmals eine wesentliche Grundlage für die Berechnung des Unternehmenswertes und damit oft auch des Kaufpreises darstellen. Der Bilanzgarantie und den Folgen ihrer Verletzung kommt damit besondere Bedeutung zu ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK