Finanzämter fordern Umsatzsteuer-Jahreserklärungen bei Ärzten

von Robert Hammerl

Leistungen eines Arztes sind umsatzsteuerfrei – diese Aussage hat nicht mehr für alle von den Ärzten angebotenen Leistungen bestand. Das Bayerische Landesamt für Steuern weist in einem Schreiben vom 26.04.2016 auf die mögliche Umsatzsteuerpflicht im Gesundheitswesen hin.

Die Bayerische Finanzverwaltung wird im Gesundheitswesen entsprechende Umsatzsteuer-Jahreserklärungen von den Ärzten anfordern. Damit ist das Gesundheitswesen bereits selbst verpflichtet, Abgrenzungen bei den Leistungen bezüglich Steuerfreiheit und Steuerpflicht vorzunehmen. Die Erfassung der Umsatzsteuer-Jahreserklärungen im Gesundheitssektor soll der Gleichmäßigkeit der Besteuerung dienen.

Die Voraussetzungen einer umsatzsteuerfreien Heilbehandlung sind:

  • Persönliche Befähigung des Arztes
  • Diagnostizieren, Behandeln, Lindern und Heilen von Körperkrankheiten oder anderen Gesundheitsstörungen
  • Therapeutisches Ziel steht im Vordergrund

Die Nachweispflicht der Steuerbefreiung trägt der Unternehmer (objektive Beweislast – BFH-Beschluss vom 18.02 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK