11. Internationale Energiekonferenz Teheran

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Am 29. und 30. Mai trafen sich in Teheran Politik, Wissenschaft und Unternehmen, um die neuen Chancen nach der Aufhebung der Sanktionen im Energiesektor zu diskutieren und Geschäfte anzubahnen.

Eröffnet wurde die Konferenz vom iranischen Energieminister Chitchian. Er stellt den Klimaschutz in den Mittelpunkt, da auch der Iran die Vereinbarung von Paris mitträgt. Ausbau der Erneuerbaren Energien, Effizienz und neue Erdgaskraftwerke sollen die schwachen iranischen Klimaschutzziele erfüllen: 4% Emissionsreduktion bis 2030. Wie der Iran aber Emissionen durch den Neubau von fossilen Gaskraftwerken senken will, bleibt ein iranisches Geheimnis. Vor allem Siemens ist im Iran sehr aktiv, um die neuen Gaskraftwerke zu bauen und trägt so auch, wie schon in der Vergangenheit, zur weiteren Erhöhung der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre bei.

Den zweiten Tag der Konferenz eröffnete ich mit meiner Rede. Vor allem die Themen 100% Erneuerbare Energien, die Kostensenkung bei Erneuerbaren Energien, Begrünung degradierter Flächen im Iran, Agro-PV und Meerwasserentsalzung und Divestment erregten Aufmerksamkeit. Der Chairman des Wissenschaftlernetzwerkes der Energy Watch Group (EWG), Prof. Dr. Christian Breyer, stellte seine neue Studie für eine 100-prozentige Erneuerbare Energien Vollversorgung der Mena-Region vom Iran bis Marokko vor. Auch seine Forschungsergebnisse, wonach selbst im erdgasreichen Iran die Meerwasserentsalzung mit Sonne und Wind kostengünstiger als mit Erdgas zu erreichen ist, sorgte für großes Erstaunen.

Prof. Dr. Lutz Metz, ebenfalls Mitglied des EWG-Wissenschaftlernetzwerkes, gab einen bedeutsamen Beitrag zu Stärkung der Bildung und Ausbildung im Iran für die Energietransformation.

Am Tage nach der Konferenz traf ich mich zu einem bilateralen Gespräch mit dem iranischen Energieminister Chitchian und seinen Beratern ...

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