Mann darf Unterhalt in Pizzas und Nudeln bezahlen

von Stephan Weinberger

Wo, wenn nicht in Italien, könnte Pizza ein anerkanntes Zahlungsmittel in diversen Lebenslagen sein? Doch nicht nur Pizza, sondern auch Nudelgerichte spielen in einem Unterhaltsfall eine Rolle, mit dem sich ein Gericht im italienischen Padua beschäftigt hat. Die britische Zeitung „Telegraph“ hat über den Fall berichtet, den der Reporter der italienischen Zeitung „Il Gazzettino“ durch Recherchen an die Öffentlichkeit gebracht hat. Danach durfte ein Mann den Unterhalt für sein Kind mit Pizzas und anderen Gerichten bezahlen.

Der 50-jährige Pizzabäcker aus einem kleinen Dorf im Umland von Padua musste sich vor Gericht wegen einer Pflichtverletzung wegen ausbleibenden Unterhalts verantworten. Die Scheidung war im Jahre 2002, danach zahlte der Mann für seine ehemalige Frau und das Kind die anfallenden Alimente. Doch 2008 kam die Wirtschaftskrise und traf auch den Pizzabäcker, der allerdings mittlerweile wieder glücklich verheiratet war und drei weitere Kinder mit seiner Frau zu versorgen hatte. Aus der Not heraus lieferte er von 2008 bis 2010 kostenloses Essen statt den sonst fälligen 400 Euro monatlich.

Seine Tochter war zum damaligen Zeitpunkt 12 Jahre alt ...

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