Pleiten, Pech und Pannen: Wann du eine Prüfung wiederholen darfst

Während einer Prüfung kann viel schiefgehen – aber nicht nur auf Seiten der Studenten!

Genauso wie du dich an die Fragen und Aufgabenstellungen halten musst, ist deine Hochschule dazu verpflichtet, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten und ein faires Prüfungsverfahren sicherzustellen.

Treten hingegen Pannen oder Mängel im Verfahren auf, kannst du deine Prüfung anfechten und eine Neubewertung oder eine Wiederholung durchsetzen.

Wie das genau geht und auf was du dabei achten musst, erfährst du in diesem Artikel. Zusammen mit Rechtsanwalt Christian Reckling zeigen wir dir in einem neuen Studienscheiss-Experteninterview, wie du eine Prüfung anfechten und wiederholen kannst.

Los geht’s.

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Hallo Herr Reckling, Sie helfen deutschlandweit Studierenden bei rechtlichen Schwierigkeiten. Haben Prüflinge, die unfair oder unverhältnismäßig behandelt wurden, immer ein Recht auf Wiederholung der Prüfung?

Studierende bzw. Prüflinge haben das Recht von jedem Prüfer fair und sachlich bewertet zu werden. Dies ergibt sich als verfassungsrechtliche Anforderung aus dem Grundrecht der Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) und dem Grundsatz der Chancengleichheit (Art. 3 Abs. 1 GG).

Unsachliche oder auch unfaire Äußerungen des Prüfers können demnach einen Anspruch auf Wiederholung der mündlichen Prüfung verschaffen, wenn das Verhalten des Prüfers geeignet war, Verunsicherungen beim Prüfling auszulösen, die sich auf seine Leistungsfähigkeit auswirkten.

Gleiches gilt natürlich im Fall von unsachlichen oder unverhältnismäßigen (Rand)Bemerkungen im Rahmen einer Bewertung einer schriftlichen Prüfung, wobei sich dann der Anspruch des Prüflings auf eine Neubewertung der schriftlichen Prüfung richtet. In beiden Fällen sind stets alle erheblichen Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen ...

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