Foto-Nutzung: Reicht ein Mouse-Over für die Urhebernennung aus?

Von unseren Mandanten bekommen wir regelmäßig die Frage gestellt, ob ein Mouse-Over ausreicht, um bei einem Foto den Urheber zu nennen (Urheberkennzeichnung). Die Antwort lautet hier fast immer: Es kommt darauf an…

Gesetzliche Vorgabe

Nach § 13 Urhebergesetz ist der Nutzer eines Fotos grundsätzlich gehalten, den Urheber im Zusammenhang mit dem genutzten Foto zu nennen. Verwendet man ein Foto im Internet, kann die Namensnennung des Urhebers grundsätzlich an verschiedenen Stellen erfolgen: z.B. direkt am oder im Bild, am Ende der Seite, im Impressum oder eben als Mouse-Over .

Vereinbarung entscheidend

Ob Urhebernennung erforderlich ist und an welcher Stelle sie ausreichend ist, hängt davon ab, welche Vereinbarung der Nutzer mit dem Rechteinhaber (z.B. Fotograf oder Fotoagentur) getroffen hat. Gestattet die Vereinbarung die Nutzung eines Mouse-Over, so beantwortet sich die eingangs gestellte Frage von alleine. Ist ein Mouse-Over nicht gestattet, so reicht ein solcher nicht aus, um der Verpflichtung zu Namensnennung nachzukommen. Besteht keine eindeutige Vereinbarung, so muss die Namensnennung branchenüblich erfolgen.

Zwei gerichtliche Entscheidungen geben Anhaltspunkte dafür, ob die Nutzung eines Mouse-Over von den Gerichten als branchenüblich anerkannt wird, um den Urheber zu nennen.

AG Düsseldorf für Pixelio-Foto

Das Amtsgericht Düsseldorf beschäftigte sich mit der Namensnennung in einem Mouse-Over bei einem Bild, das über die Internetplattform pixelio.de erworben worden war (AG Düsseldorf, Urteil vom 3. September 2014, Az. 57 C 5593/14). Es hielt diese Art der Namensnennung nach den Lizenzbedingungen von pixelio.de nicht für ausreichend:

„Gemäß den Lizenzbedingungen ist der Urheber des Fotos am Bild selbst oder am Seitenende zu benennen ...

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