Rezension: Lexikon Straßenverkehrsrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

May / Vogt, Lexikon Straßenverkehrsrecht, 1. Auflage, C.H. Beck 2016


Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl




Das „Lexikon Straßenverkehrsrecht“ ist eine Neuerscheinung auf dem Buchmarkt und beinhaltet zudem ein neues Konzept. Nicht so sehr ist dies die Aufmachung als Lexikon mit zweispaltigen Texten und alphabetisch sortierten Stichworten, sondern vielmehr der Ansatz, das immer komplexer werdende Verkehrsrecht zum einen innerhalb der vorhandenen Teilrechtsgebiete besser zu verknüpfen und es zum anderen durch die Aufmachung als Lexikon auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das ist durchaus ein Spagat, den sich die Herausgeber und Autoren da vorgenommen haben.


Die einzelnen lexikalischen Beiträge variieren stark in der Länge. Bisweilen gehen sie nicht nur über mehrere Spalten, sondern auch über mehrere Seiten, sodass die Lektüre sehr unangenehm wird. Bei langen Texten ist die Aufmachung als Nachschlagewerk also von Nachteil. Es gibt allerdings eine Vielzahl von internen Verweisen, die die Ausführungen gezielt verknappen. Die Autoren der Beiträge firmieren jeweils am Ende der Texte.


Hervorhebungen wie Fettdruck werden nur sparsam eingesetzt, da ja schon die Stichworte fett gedruckt sind. Bisweilen findet man sogar in grauen Kästen besonders gekennzeichnete Praxishinweise, die aber in der Nützlichkeit stark schwanken: zwischen eher allgemeinen Informationen wie etwa einer zu erwartenden Gesetzesänderung und hingegen klaren Besonderheiten, die durch Zitate der Rechtsprechung untermauert werden. Zudem befremdet ein wenig, dass mancher Praxistipp explizit den Verteidiger („… Sie als Verteidiger…“) anspricht, obwohl das Vorwort eher den Eindruck erweckt, dass alle Rechtsanwender und auch Laien Zugang zum Verkehrsrecht durch das Lexikon erhalten sollen ...

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