Urteil: Dashcam-Video als Beweismittel im Zivilprozess

Amtsgericht München, Urteil vom 30.11.2015 - 335 C 13895/15 Urteil: Dashcam-Video als Beweismittel im Zivilprozess Die Parteien streiten um Schadensersatz wegen eines Unfalls auf dem Parkplatzgelände eines Supermarktes. Der Geschädigte zeichnete den Unfall mit einer Dashcam auf. Das Gericht befasste sich u.a. mit der Frage, ob die Aufzeichnungen als Beweismittel verwertet werden dürfen. Der Sachverhalt

Die Parteien streiten um Schadensersatz wegen eines Unfalls auf dem Parkplatzgelände eines Supermarktes. Die Beklagte befuhr vor dem Kläger das Parkplatzgelände, um zu der am Ende des Parkplatzes befindlichen Tankstelle zu kommen. Da sich die Beklagte bereits auf die linke Tankstellenspur eingeordnet hatte, fuhr der Kläger rechts an der Beklagten vorbei.

Diese zog plötzlich nach rechts und kollidierte mit dem Kläger. Der Kläger hatte den Unfall mit seiner im Fahrzeug installierten Dashcam aufgezeichnet und dem Gericht als Beweismittel angeboten. In seinem Urteil befasst sich das Amtsgericht München mit der Frage der Beweisverwertung.

Aus dem Urteil des Amtsgericht München

Das Amtsgericht München (Urteil, Az. 335 C 13895/15) kam zur Überzeugung, dass die mittels einer Dash-Cam gefertigten Aufzeichnungen als Beweismittel verwertet werden können. Zwar läge in der Aufzeichung ein Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung des Unfallgegeners vor, dieser sei aber nach Abwägung der Interessen eher gering ...

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