Bei Gericht: Interessante Steuerstreite im Juni 2016

von Christoph Iser

Alle guten Dinge sind drei. Daher auch wieder in diesem Monat drei ausgewählte Anhängigkeiten beim Bundesfinanz (BFH) in München. Vielleicht können ja auch Sie von einer dieser Verfahren profitieren.

Unter dem Aktenzeichen VI R 8/16 muss der BFH die Frage klären, ob der Wert einer GmbH Beteiligung gegebenenfalls nicht aus weniger als einem Jahr zurückliegende Verkäufen abgeleitet werden kann. Der Grund, warum eine solche Ableitung scheitern könnte: Die seinerzeitigen Verkaufspreise sind nicht repräsentativ. So hat bereits das FG Münster (Az: 14 K 3290/13 G) entschieden, dass es keinerlei Verpflichtung zu einer Wertermittlung auf der Grundlage von Verkäufe gibt, die weniger als ein Jahr zurückliegen. Dies gilt natürlich umso mehr, als es sich bei diesen Verkäufen nicht um echte Verkäufe unter fremden Dritten, sondern Verkäufe bzw. Käufe innerhalb eines bestimmten Personenkreises (im Urteilsfall Arbeitnehmer der Gesellschaft) handelt. Ob dennoch auf die zeitnah realisierten Verkäufe zur Wertermittlung zurück gegriffen werden kann, wird sich noch zeigen ...

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