Erfolgloser Rechtsreferendar klagt auf Abschluss

Erfolgloser Rechtsreferendar wollte Abschluss einklagen

Wie geht man vor, wenn man bereits zum wiederholten Male durch die Prüfungen des Zweiten juristischen Staatsexamen gefallen ist? Man klagt gegen das Bundesland auf seinen Abschluss. Genau das versuchte ein 31-jähriger Prüfling aus Neusäß, denn einen weiteren Versuch hat er nach der bayerischen Prüfungsordnung nicht mehr.

Der Referendar wollte seinen Prüfern vor dem Verwaltungsgericht Augsburg Formfehler nachweisen. In insgesamt fünf von elf Prüfungen hatte er Unstimmigkeiten der unterschiedlichsten Art ausgemacht. Insbesondere soll sein Prüfer ihm bei Abgabe der Blätter auf unzulässige Weise unter Druck gesetzt haben. Danach durfte er die Blätter nicht mehr richtig sortieren, sodass sie in der falschen Reihenfolge abgegeben wurden. Dabei waren sie von ihm zwar nummeriert gewesen, jedoch hielt er vor Gericht fest, dass er von Kommilitonen später erfahren habe, ihm habe eine Sortierung seiner Prüfungsblätter noch zugestanden.

Als weiteren Fehler hielt er einen Randkommentar seines Korrektors für unangemessen, den dieser auf die Blätter geschrieben hatte. Es wurde angemerkt, der 31-jährige habe sich nicht an die Form des juristischen Textes gehalten. Aus Sicht des Klägers sei dem Prüfer da seine gebotene Objektivität abhanden gekommen. Der Prüfling machte daneben auf weitere Verstöße aufmerksam, zu denen er sich jedoch in der Verhandlung nicht weiter äußern wollte.

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