In eigener Sache: Manchmal reicht es mir…

von Detlef Burhoff

Den Wochenauftakt macht in dieser Woche ein Posting in eigener Sache, denn: Ja, manchmal reicht es mir (wirklich), was so von Kollegen an mich herangetragen wird. Aber vielleicht bin ich ja auch nur zu dünnhäutig. Jedenfalls fand ich ein Telefonat aus der vergangenen Woche nun nicht gerade „prickelnd“. Also:

Mich erreicht der Anruf eines Kollegen. Der erklärt mir, dass er in einer Beratungshilfesache einen kleinen Gebührenstreit mit dem dafür zuständigen AG habe. Dies habe die Gewährung der von ihm geltend gemachten Gebühren abgelehnt. Nun habe er aber auf meiner Homepage eine Entscheidung des AG Mannheim zu der Problematik gefunden. Und er glaube, dass das AG, wenn er mit der Entscheidung komme, ihm die beantragte Gebühr gewähren werde.

Ich Blödmann denke: Oh schön, endlich mal einer, der sich für den Rechtsprechungsservice und die vielen dort eingestellten Entscheidungen zum RVG bedanken will. Aber: Nein, will er gar nicht, denn es geht dann wie folgt weiter: Er habe ja nun die Entscheidung des AG Mannheim auf meiner Homepage gefunden, die Entscheidung stehe aber nicht bei juris. Und er meine, das AG würde dem AG Mannheim (noch) eher folgen, wenn er eine Entscheidung von juris präsentiere.

Wer mich kennt, weiß, dass ich so schnell ja nun nicht sprachlos bin. Aber das hat mir dann doch die Sprache verschlagen. Nachdem ich mich gesammelt hatte, habe ich dann ganz vorsichtig gefragt, was ich denn nun nach seiner Meinung tun solle? Vielleicht bei juris anrufen und bitten, dass man die Entscheidung von meiner Homepage dorthin übernimmt oder gar beim AG Mannheim anrufen und dort bitten, dass man die Entscheidung doch bitte zur Veröffentlichung bei juris einreiche.

Dann war Kollege ob dieser „Hilfsangebote“ sprachlos. Damit hat er dann wohl nicht gerechnet ...

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