Sturz mit Stöckelschuhen - Gefahrenquelle durch Gummilochmatte?

Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 13.04.2016 - 11 U 127/15 Sturz mit Stöckelschuhen - Gefahrenquelle durch Gummilochmatte? Die Besucherin eines städtischen Theaters blieb mit den Absätzen ihrer Stöckelschuhe in einer Schmutzfangmatte hängen und verletzte sich. Sie vertritt die Auffassung, die Stadt habe ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt, weil die Gummilochmatte eine Stolpergefahr jedenfalls für die Besucher begründe, die Schuhe mit hohen Absätzen trügen. Der Sachverhalt

Die Besucherin blieb mit den Absätzen ihrer Stöckelschuhe in den Löchern der im Eingangsbereich ausgelegten Gummilochmatte hängen und stürzte. Dabei zog sie sich einen Mittelfußbruch zu, in dessen Folge sie mehrere Monate arbeits-und sportunfähig war. Sie verlangt 2.000 Euro Schmerzensgeld sowie ca. 3.750 Euro materiellen Schadensersatz.

Die Entscheidung

Die Schadensersatzklage der Klägerin ist erfolglos geblieben. Wie bereits das Landgericht konnte auch der 11. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm (Az. 11 U 127/15) keine Verkehrssicherungspflichtverletzung der beklagten Stadt erkennen. Die im Eingangsbereich des Theaters ausgelegte Schmutzfangmatte stelle keine abhilfebedürftige Gefahrenquelle dar.

Gefahr sei klar erkennbar gewesen

Die von der Matte ausgehenden Gefahren seien für Theaterbesucher klar erkennbar und auch beherrschbar gewesen, so der Senat. Matten der verwandten Machart lägen häufig in Eingangsbereichen von öffentlichen Gebäuden mit Publikumsverkehr, um Besucher vor Stürzen durch Nässe und Verschmutzungen zu schützen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK