„Hairkiller“ führt nicht zur Opferentschädigung

von Thorsten Blaufelder

Mai 25

Wer schön sein will, vertraut sich auch schon mal dem Friseur an. Führt eine Friseurbehandlung zu einem dauerhaften Haarverlust, besteht allerdings kein Anspruch auf eine staatliche Opferentschädigung, stellte das Landessozialgericht (LSG) Rheinland-Pfalz in einem am Donnerstag, 12.05.2016, bekanntgegebenen Beschluss klar (AZ: L 4 VG 4/15 B). Die Mainzer Richter lehnten damit den Antrag einer „Friseurgeschädigten“ auf Prozesskostenhilfe ab.

Vor Gericht zog eine Frau, die sich in einer Friseur-Filiale des Lizenzunternehmens „Hairkiller“ blondieren lassen wollte. Ein Mitarbeiter brachte Wasserstoffperoxid als Haarfärbemittel auf die Haare der Klägerin auf – und da fing es auch schon an zu Kribbeln und zu Jucken. Doch der „Hairkiller“-Mitarbeiter ließ das Mittel weiter einwirken, ohne die individuelle Unverträglichkeit ihrer Kundin zu erkennen.

Statt vollem blonden Haar führten die Behandlung und eine spätere Infektion im Krankenhaus schließlich zum dauerhaften Haarverlust ...

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