Justiz kurios: Anwalt freigesprochen, nachdem er Urteil gefälscht hatte.

Kanzlei Sonneborn:

Wie SPIEGEL-Online heute berichtet, schickte ein Anwalt aus Hamm seinem Mandanten ein gefälschtes Urteil zu, damit dieser ihn endlich in Ruhe lässt. Der Mandant hatte vorher häufige Sachstandsanfragen an den Juristen gestellt.

Der Mandant fragte laut SPIEGEL-Online (SPON) immer und immer wieder nach, wie der aktuelle Stand seines Verfahrens sei und ob das Gericht bereits ein Urteil getroffen hätte. Völlig genervt schickte der Jurist aus Hamm seinem Klienten schließlich eine Abschrift des Urteils zu, nachdem das Gericht in seinem Sinne entschieden hätte. Die Entscheidung hatte der Anwalt jedoch völlig frei erfunden, denn das zuständige Arbeitsgericht Hamm hatte gar kein Urteil gefällt und – es gab noch nicht einmal einen Prozess

Die häufigen Sachstandsanfragen resultierten daraus, dass der Klient den Anwalt vor mehr als vier Jahren damit beauftragt hatte, ausstehenden Lohn einzuklagen. Klage wurde vom Anwalt jedoch nie eingereicht, sondern er nahm nur einmal außergerichtlich Kontakt zum Arbeitgeber auf und kümmerte sich anschließend nicht weiter um den Fall ...

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