Facebook wertet private Nachrichten aus

In der Sache Matthew Campbell vs. Facebook Inc. wird beim US District Court Northern California derzeit über die Zulassung einer Klage gegen das Unternehmen entschieden. Die Kläger bringen dabei vor, Facebook werte die privaten Nachrichten seiner Nutzer aus, die über das Private-Messaging-System versendet werden.

Sachverhalt

Auf der Social-Media-Plattform können Nutzer Inhalte wie Fotos, Videos und Links zu anderen Seiten mit anderen Nutzern via Private-Messaging-System teilen. Der Umgang mit Links, die diesen Nachrichten beigefügt wurden, ist Gegenstand des Verfahrens.

Was bringen die Parteien vor?

Die Kläger klagen in einer Sammelklage stellvertretend für alle amerikanischen Facebook-Nutzer, die das Messaging-System benutzen und innerhalb der letzten 2 Jahre seit Klageerhebung damit Links versendet haben.

Worauf stützen die Kläger ihre Klage?

Sie behaupten, dass Facebook den Inhalt der privaten Nachrichten analysiert. Ergäbe sich bei einem solchen Scan, dass sich in einer der Mails eine URL zu einer Webseite befinde, würde Facebook den Link als „Like“ der Webseite werten und entsprechend den „Like“-Faktor der Webseite, der die allgemeine Beliebtheit der Webseite bestimmt, um 1 erhöhen. Dies habe sich unter anderem aus einer Durchsicht des Quellcodes von Facebook und der Befragung von Mitarbeitern ergeben.

Auch würde Facebook die durch die Analyse des festgestellten Links gewonnenen Informationen nutzen, um für die Nutzer Empfehlungen in Form von Werbung zu generieren ...

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