Nachtarbeit – Vor- oder Nachteil?

von Stefan Weste

Müdigkeit, Erschöpfung und eine ungeliebte Durchbrechung des normalen Lebensrhythmusses. So würden wohl die meisten Arbeitnehmer Nachtschichten zusammenfassen. Sie sind zweifelsfrei eine körperliche Belastung und verlangen vom Arbeitnehmer, dass er seinen Alltag in dieser Zeit neu organisiert.

Der folgende Beitrag soll hingegen eine andere Seite von Nachtarbeit aufzeigen und die Vorteile beleuchten.

Was ist Nachtarbeit?

Nachtarbeit ist Arbeit, die in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr, in Bäckereien und Konditoreien zwischen 22 und 5 Uhr, erbracht wird und dabei mindestens zwei Stunden umfasst (§ 2 Abs. 2 u. 3 ArbZG). Übernimmt der Arbeitnehmer also beispielsweise Schichten von 4.00 bis 12.30 Uhr, hat er zwei Stunden innerhalb der Nachtzeit gearbeitet.

Welche Vorteile hat Nachtarbeit?

Zunächst einmal steht dem Arbeitnehmer – vorbehaltlich abweichender arbeitsvertraglicher oder tarifvertraglicher Regelungen – ein angemessener Zuschlag auf das Bruttoentgelt für die Arbeit zu, die er innerhalb der benannten Nachtzeiten leistet (§ 6 Abs. 5 ArbZG). Erst kürzlich entschied das Bundesarbeitsgericht (Az. 10 AZR 423/14), was unter einem „angemessenem“ Zuschlag zu verstehen ist. Es legte fest, dass unter „angemessen“ regelmäßig ein Zuschlag in Höhe von 25% zu verstehen ist ...

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