Das englische Zwei-Zeugen-Testament

von Bernhard Schmeilzl

Was machen diese zwei “Witnesses” eigentlich genau?

Es ist verlockend, ein Testament zu fälschen und sich dadurch das das gesamte Vermögen einer Person zu ergaunern. Der einfache Satz “Zu meinem Erben bestimme ich X” genügt dafür. Um solche falschen Testamente zu verhindern, verlangen verschiedene Rechtsordnungen bestimmte Formerfordernisse, damit ein Testament wirksam ist. In Deutschland ist das die Vorschrift, dass ein Testamwent entweder vor dem Notar errichtet werden muss (sog. öffentliches Testament, obwohl das Testament dadurch natürlich nicht öffentlich einsehbar wird) oder aber vom Testamentsersteller vollständig eigenhändig errichtet werden muss (privatschriftliches Testament), § 2247 BGB. Streiten sich später die (potentiellen) Erben darüber, ob das Testament tatsächlich vom Erblasser stammt, wird vom Nachlassgericht (oder vom Prozessgericht) ein Schriftsachverständiger beauftragt, der ein graphologisches Gutachten erstellt. Zur verwandten Frage “Testament bei beginnender Demenz” siehe Beitrag hier.

Ganz anders löst dieses Echtheits-Beweisproblem das Common Law, also das im anglo-amerikanischen Rechtskreis geltende Erbrecht. Hier gilt als Grundprinzip das sogenannte “2 Witness Will” ...

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