Schalke 04 kauft Spieler ein: eSport wird professionell

von Michael Scheyhing

17. Mai 2016

Der eSport kämpft in Deutschland bereits seit 2003 um die Anerkennung als „richtiger Sport“. Damals wurden mit dem Deutschen eSport Verband (DeSpV) und dem Deutschen eSport Verband e. V. (DeSV) zwei Interessengemeinschaften gegründet, die das Vorhaben umsetzen sollten. Die Bemühungen mündeten schließlich in einem Verband, der die bisherigen Interessengemeinschaften einte, dem Deutschen eSport-Bund (ESB). Der ESB ist allerdings seit 2011 inaktiv. Man hatte wohl das große Vorhaben aufgegeben. Die folgenden Jahre wurde es um die Bemühungen eSport als Sport anerkennen zu lassen ruhiger. Nichtsdestotrotz entwickelte sich der eSport nicht zuletzt aufgrund der höchst erfolgreichen Titel Counter-Strike: Global Offensive (CS:GO) und League of Legends (LoL) zu einem Markt, der mittlerweile Umsätze in Milliardenhöhe erzielt. Wohl gerade deswegen wird auch heute wieder versucht, den eSport als richtige Sportart anerkennen zu lassen. So wurde im Frühjahr 2016 vom wissenschaftlichen Parlamentsdienst ein Gutachten zu der Frage erstellt, ob eSport als gemeinnützige Sportart im Sinne der steuerrechtlichen Förderung auf Bundesebene anerkannt werden könne. Die Gutachter kamen zu dem Ergebnis, dass eSport aufgrund der ungefestigten Sportdefinition und der bisherigen rechtlichen Auslegung des Sportbegriffs sich nicht als anerkannte Sportart fassen lasse. Allenfalls eine bewusste politische Entscheidung des Bundes könne – in der steuerrechtlichen Beurteilung – durch die Behandlung des eSports als Ausnahme gleich dem Schach zu einer rechtlichen Teilanerkennung als gemeinnützige Sportart führen. Zumindest von der körperlichen Belastung jedoch, dürfte eSport dem herkömmlichen Sport nicht viel nachstehen, wie Stimmen der Deutschen Sporthochschule Köln verlauten lassen ...

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