Die Veröffentlichungen der Panama Papers in der ICIJ-Datenbank sind überwiegend unzulässig

von Arno Lampmann

Die Veröffentlichungen der Panama Papers in der ICIJ-Datenbank sind überwiegend unzulässig

Von Arno Lampmann, 17. Mai 2016

Seitdem die Süddeutsche Zeitung zusammen mit anderen Medien Anfang April 2016 die als das größten “Datenleak, mit dem Journalisten je gearbeitet haben” bezeichneten Panama Papers präsentierten, fragen uns Betroffene immer wieder um Rat.

Die Panama Papers sind gestohlene Dokumente

Bei den Panama Papers handelt es sich um einen 2,6 Terabyte großen Datensatz bestehend aus über 11,5 Millionen Dokumenten zu 214.000 Briefkastenfirmen, der aus einer Datenbank der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca – soweit ersichtlich auf illegale Weise – entwendet, oder wie es in der Presse heisst, “geleakt” wurde.

Die Berichterstattung zu den Panama Papers der Süddeutschen Zeitung erweckt insbesondere mit dem Untertitel “Die Geheimnisse des schmutzigen Geldes” den Eindruck, dass alle so dokumentierten Vorgänge anrüchig oder sogar illegal seien.

Briefkasten- oder Offshore-Unternehmen sind legal…

Eine Briefkastenfirma ist jedoch selbstverständlich nicht illegal, sondern wird es allenfalls dann, wenn damit Vermögen und Geschäfte vor dem heimischen Fiskus verborgen und Steuern zu hinterzogen werden sollen. Für die Gründung einer Briefkastenfirma gibt auch nachvollziehbare Gründe, zum Beispiel, unerkannt von der Öffentlichkeit oder der Konkurrenz Geschäfte zu machen.

…und gehen die Öffentlichkeit nichts an

Egal, ob legal oder illegal: Diese Vorgänge haben in der Presse nichts zu suchen. Insbesondere dann nicht, wenn die Daten – wie im vorliegenden Fall – von den Servern einer Anwaltskanzlei unbefugt entwendet wurden ...

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